Uwe Appold: Abschluss
Laß mich dein sein und bleiben
Abschluß

Laß mich dein sein und bleiben,
du treuer Gott und Herr,
von dir laß mich nichts treiben,
halt mich bei deiner Lehr.
Herr, laß mich nur nicht wanken,
gib mir Beständigkeit;
dafür will ich dir danken
in alle Ewigkeit.

EG 157

Im Gottesdienst im Raum der Kirche wurde in kurzer, gefüllter Zeit das Drama unseres menschlichen Lebens durchlaufen und uns bewußt als Leben in der Hand des dreieinen Gottes. Was ist der Kern, und was wird bleiben? Das sind in der Rückschau unsere Fragen; sie haben einen skeptischen Unterton. Diese Skepsis trieb 1572 das zitierte Lied hervor, das in eins mit dem offenen Aussprechen unserer Schwächen die Antwort gibt: Sich an Gottes Schenken erinnern, von Gott alles erwarten, ohne Wanken und Schwanken sich durch Gottes Wort ("Lehr") leiten und halten lassen - immer wieder neu.