Uwe Appold: Christe, du Lamm Gottes
Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
"Christe, du Lamm Gottes"

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
der Welt und ihrer Kinder;
es geht und büßet in Geduld
die Sünden aller Sünder;
es geht dahin, wird matt und krank,
ergibt sich auf die Würgebank,
entsaget allen Freuden.

EG 83,1

Auf die vernommenen Einsetzungsworte hin ruft die Gemeinde ihren Herrn an, der sich für sie dahingab, ruft ihn an und bekennt: Er ist das Gotteslamm. Auf ihm liegt die Sünde der Welt, will sagen: liegt alles das, was in und unter uns und allenthalben in der Welt Menschen gegeneinander aufbringt und Gott entfremdet, was alle Einsicht und aller gute Wille nicht zu überwinden vermögen und überall nur Leid, Tränen und Haß erzeugt. Weil es nunmehr auf ihm liegt, hart und schwer, bitten wir ihn um Befreiung: "Erbarm dich unser".